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Kurioses am Schachbrett

Holzspießchen

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Pünktlich zum Auftakt der Grillsaison will sich der Schachklub Sontheim ebenfalls nicht lumpen lassen und seinen virtuellen Gästen ein paar schmackhaft angerichtete Spießchen präsentieren. In der folgenden Aufgabe hat Weiß seinen Bauern schon sehr weit voran gebracht, doch angesichts der lästigen Fesselung auf der langen Diagonalen und des aktiven schwarzen Königs scheint es nicht so recht weiterzugehen.



Weiß am Zug gewinnt

Zur Lösung geht es hier

 

Von Schwänzern und Meuchlern

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Auch wenn man (im Gegensatz zu vielen anderen Clubs) in unserem Verein die meisten Spieler eher am Vereinsabend als im Internet antrifft, verirren sich manche doch bisweilen am World Wide Brett und zeigen dort eindrucksvoll, dass sie auch im Schmieden virtueller Pläne bestens bewandert sind. Die obige Stellung entstand unlängst auf schach.de in der (vermutlich Blitz-)Partie Smiffy - Hoschy. Der Anziehende, der mit Sicherheit schon seit vielen Monaten den Spielabend seines Vereins geschwänzt hat, ahnte in der Diagrammstellung nichts Böses und zog im Routinemodus 1.Ta1-e1? wonach der sich hinter dem Pseudonym Hoschy verborgene Jochen Wegener eindrucksvoll zum sofortigen Meucheln ansetzte.

Mit welcher Kombination erzwang Schwarz die sofortige Kapitulation von "Smiffy"?

 

In einem Schachklub vor unserer Zeit

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Eigentlich sollte man ja meinen, dass gerade im Internet stets die aktuellsten Informationen stehen müssten - im Gegensatz zu den eher "trägen" Zeitungen können News dort in Sekundenschnelle aufgerufen und auch veröffentlicht werden. Möchte man also eine kleine Reise in die Vergangenheit unternehmen und ein wenig in verstaubten Vereinschroniken der umliegenden Schachvereine blättern, würde man doch im Netz wohl kaum fündig werden... .

Wie gesagt, das sollte man meinen. Tatsächlich jedoch hat sich der Großteil der Vereine auf ihrer Internetpräsenz eher der Denkmalpflege denn der Aktualität verschrieben. Hier ein paar meiner Lieblingsseiten im Überblick:

Los geht es in der unmittelbaren Nachbarschaft. Dort wird man auf der Startseite gleich vielversprechend mit dem aktuellen Datum und den Wetteraussichten begrüßt und erhält in der Mitte die wichtigsten Informationen über den Verein, was sogleich neugierig macht, was der Club sonst noch so zu bieten hat. Also tobt man sich ein wenig an den knallbunten Bonbons Buttons der Navigation aus, nur um nach dem x-ten Klicken festzustellen, dass sie alle überhaupt nicht mit Inhalten belegt sind. Alle sind inaktiv, bis auf den (überaus wichtigen! Aber hallo!) Haftungsausschluss und - schau, schau - "Aktuell": Dort wird man mit den Neuigkeiten versorgt, die (hoffentlich nicht) als letztes für erwähnenswert erachtet wurden: Dem Vereinsturnier 2007 nämlich, also dem Highlight der Vereinsgeschichte. Allerdings nur die Ergebnisse der 1. Runde, alle weiteren werden vermutlich noch gespielt und zu viel Drama auf einmal ist ohnehin nicht gut für den zart besaiteten Leser.

Ein ganz ähnliches Bild bietet die Homepage eines unserer Landesligakonkurrenten. Dort wird man publikumswirksam direkt auf der Startseite mit den aktuellen Meldungen begrüßt, deren letzte vom 23, August stammt. Ginge ja fast noch, wäre es nicht der 23. August 2009. Überhaupt scheint dieses Datum in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Tag zu liegen, an dem alle Arbeiten an der Homepage eingestellt wurden, denn ich habe keinen EIntrag gefunden, der wesentlich aktueller gewesen wäre, nicht einmal im Gästebuch.

Man stelle sich einmal folgendes Szenario vor: Der Schachklub Kleinklottelsbach hat sich von seinem Pressewart getrennt, der bislang nach jedem Spieltag pünktlich seinen Spielbericht an den Kleinklottelsbacher Boten geschickt hat. Was tun? Einfach keine Berichte mehr veröffentlichen geht ja auf keinen Fall! Aber halt, es gibt ja eine einfache Lösung: Man nimmt einfach einen alten, schreibt darunter, dass dieser nicht mehr aktualisiert und ein neuer Pressewart gesucht wird und schickt den Report dann einfach weiterhin jede Woche an die Zeitung. Nach diesem Prinzip scheint man hier zu verfahren, denn wie bei Neuigkeiten zu lesen dauerte der Elan des Webmasters genau drei Tage an, ehe er wieder das Handtuch warf - am 04. Februar 2008! Seither ist man "auf der Suche" nach Ersatz und lässt die längst abgelaufenen "Neuigkeiten" so lange stehen. Warum nicht; auf Eltern, die nach einem guten Verein für ihre Kids suchen, macht das bestimmt einen sehr positiven Eindruck - ist ja erst 3 Jahre her.

Die Liste könnte man nach Belieben fortführen, nicht nur im Bezirk Ostalb oder auch im SVW, sondern bundesweit. Das Schema ist dabei in über der Hälfte der Fälle immer dasselbe: Irgendwann hat sich mal jemand erbarmt und dem Verein eine Internetseite ins Netz gestellt. Einige (oder auch sehr kurze) Zeit später hat dieser Jemand dann das Handtuch geworfen, Nachfolger wurde keiner gesucht gefunden und seither dämmert die Homepage vor sich hin und wird von Tag zu Tag peinlicher. Stört ja keinen, denn schließlich fangen Internetseiten nicht zu stinken an, selbst wenn ihr Haltbarkeitsdatum schon lange abgelaufen ist.
Was hierbei völlig außer Acht gelassen wird ist er Umstand, dass sich mittlerweile fast alle Kinder und v.a. Eltern zuerst im Internet informieren, ehe sie ihre Sprösslinge in einen Verein schicken. Und was, bitteschön, sollen sie denken, wenn sie gleich auf der Startseite von über 3 Jahre alten "News" begrüßt werden? Vermutlich, dass der Verein seinen Betrieb entweder eingestellt hat oder in etwa so aktiv ist wie eine Diskussionsgruppe für Leute mit Schlafkrankheit im Endstadium.

Dabei wäre es ganz doch einfach: Niemand zwingt einen ja, ständig aktuelle Informationen ins Web zu stellen - Navigationspunkte wie "Aktuelles", "Termine" oder "Vereinsturnier" kann (und sollte) man auch weglassen, wenn man niemanden hat, der sie regelmäßig (mit der Betonung auf "regel", nicht auf "mäßig") pflegt . Außerdem würden diese Bereiche (autmerksam) ohnehin nur von Schachspielern und Vereinsmitgliedern gelesen werden - die eigentliche Zielgruppe sind jedoch viel eher die, die man für den Schachverein gewinnen möchte. Insofern genügt, wenn man keinen ständigen Homepagebetreuer hat, doch eine einfache, statische Visitenkarte, auf der alle wichtigen Infos zusammengefasst sind: Wer man ist, wo man spielt, wann man spielt. Schön wären dann noch ein paar Bilder und Hinweise zur Jugendarbeit - und das genügt eigentlich schon. Diese Seiten müsste man dann nur noch aktualisieren, wenn sich an Basisdaten etwas ändert - und das sollte selbst im phlegmatischsten Verein gerade noch möglich sein.

 

Kalklöser im Netz

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Wer seine taktischen Fähigkeiten verbessern oder zumindest den stetigen Verfall derselben verlangsamen möchte, für den gibt es im Netz zahlreiche Trainingsmöglichkeiten, doch die aus meiner Sicht mit Abstand beste bietet www.chesstempo.com an: Nach einer kostenlosen Registrierung kann man wahlweise mit ("Blitz") oder ohne Zeitlimit ("Standard") computergeprüfte Taktikaufgaben lösen, deren Schwierigkeitsgrad sich stets den eigenen Erfolgen anpasst: Man erhält eine Art "Taktik-ELO", die je nach Erfolg permanent fällt oder steigt und nach der sich der Schwierigkeitsgrad der nächsten Aufgabe sehr genau richtet, denn auch die "ELO" der Aufgabe fällt oder steigt je nachdem, ob man sie löst ("besiegt"). Insgesamt gibt es über 35.000 Aufgaben und es werden ständig mehr, d.h. es ist sehr unwahrscheinlich, dass man es einmal komplett durch schafft.

Die unten stehende, ganz nette Aufgabe hatte ich gerade vor mir; sie hat aktuell eine "ELO" von 2167, ist aber nicht sonderlich schwierig. Schwarz am Zug erzwingt den Gewinn.



 

Der Huch-Mampf

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Ohne Worte.

 
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