Turm und Läufer gegen Turm: Perfekte Harmonie
| News - Schachblog |
Vor gut 20 Jahren spielte ich einmal bei einem Schnellturnier in Leonberg gegen IM Jürgen Teufel. Soweit ich mich erinnern kann, geriet ich frühzeitig in eine schwierige Stellung, doch als es mir gelang, unter Materialopfer ein Endspiel Turm + Läufer gegen Turm ohne Bauern auf beiden Seiten zu erreichen, hatte ich den halben Punkt bereits als gesichert abgehakt. Doch zu meiner nicht geringen Verwunderung spielte mein Gegner unbeirrt weiter und als mein König immer näher an den Brettrand gedrängt wurde dämmerte mir allmählich, dass hier nicht nur der Teufel auf der anderen Seite des Brettes saß, sondern auch noch im Detail steckte. Natürlich verlor ich das Endspiel sang- und klanglos, doch immerhin bin ich in guter Gesellschaft: Selbst gestandene Großmeister haben es schon nicht geschafft, diese Verteidigungsübung zu meistern.
Wie man am Einfachsten Remis hält, bespreche ich an anderer Stelle in Kürze wieder hier im Schachblog, heute wollen wir uns einmal anschauen, wie eine typische Gewinnstellung aussieht und wie die stärkere Partei den Gewinn letztlich realisiert.


Kommentare
Alle Kommentare dieses Beitrages als RSS-Feed.